Blackjack Tabelle & Strategie: So spielen Sie mathematisch optimal
Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2026
Blackjack ist das einzige große Casinospiel, in dem Ihre Entscheidungen den Ausgang nachweislich beeinflussen. Wer nach der Basisstrategie spielt, drückt den Hausvorteil auf etwa 0,5 % – kein anderes Tischspiel kommt so nah an ein faires Spiel heran. Die Basisstrategie ist keine Meinung, sondern das mathematisch beste Vorgehen für jede Kombination aus Ihrer Hand und der offenen Karte des Dealers. Auf dieser Seite finden Sie die komplette Tabelle – für harte Hände, weiche Hände und Paare – plus eine Anleitung, wie Sie sie am Tisch lesen.
Was ist eine Blackjack-Tabelle?
Eine Blackjack-Tabelle (auch Strategiekarte oder „Basic Strategy Chart") ist ein Raster, das für jede mögliche Spielsituation die statistisch beste Aktion angibt. Auf der linken Seite steht Ihre eigene Hand, in der Kopfzeile die offene Karte des Dealers. Die Zelle, in der sich beide treffen, verrät, ob Sie ziehen, stehen bleiben, verdoppeln oder teilen sollten. Die Werte stammen aus der Auswertung von Millionen simulierter Hände – sie sind für die Standardvariante mit vier bis acht Decks berechnet, bei der der Dealer bei einer weichen 17 stehen bleibt.
Wichtig: Die Tabelle garantiert keinen Gewinn in jeder Runde. Sie sorgt dafür, dass Sie auf lange Sicht die geringstmöglichen Verluste machen und jeden Vorteil mitnehmen, den die Kartenkonstellation hergibt. Kurzfristig entscheidet weiterhin das Glück.
Die Blackjack-Basisstrategie als Tabelle
Drei Tabellen decken alle Fälle ab: harte Hände (ohne Ass oder mit einem Ass, das als 1 zählen muss), weiche Hände (ein Ass zählt als 11) und Paare. Lesen Sie zuerst, ob Sie ein teilbares Paar oder eine weiche Hand halten – erst danach greift die Tabelle für harte Hände.
Harte Hände
| Ihre Hand \ Dealer | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | A |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 17+ | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
| 16 | S | S | S | S | S | H | H | H | H | H |
| 15 | S | S | S | S | S | H | H | H | H | H |
| 13–14 | S | S | S | S | S | H | H | H | H | H |
| 12 | H | H | S | S | S | H | H | H | H | H |
| 11 | D | D | D | D | D | D | D | D | D | H |
| 10 | D | D | D | D | D | D | D | D | H | H |
| 9 | H | D | D | D | D | H | H | H | H | H |
| 5–8 | H | H | H | H | H | H | H | H | H | H |
Weiche Hände (mit Ass als 11)
| Ihre Hand \ Dealer | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | A |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A,9 (20) | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
| A,8 (19) | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
| A,7 (18) | S | D | D | D | D | S | S | H | H | H |
| A,6 (17) | H | D | D | D | D | H | H | H | H | H |
| A,4–A,5 | H | H | D | D | D | H | H | H | H | H |
| A,2–A,3 | H | H | H | D | D | H | H | H | H | H |
Paare (Splitten)
| Ihre Hand \ Dealer | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | A |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A,A | P | P | P | P | P | P | P | P | P | P |
| 10,10 | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
| 9,9 | P | P | P | P | P | S | P | P | S | S |
| 8,8 | P | P | P | P | P | P | P | P | P | P |
| 7,7 | P | P | P | P | P | P | H | H | H | H |
| 6,6 | P | P | P | P | P | H | H | H | H | H |
| 5,5 | D | D | D | D | D | D | D | D | H | H |
| 4,4 | H | H | H | P | P | H | H | H | H | H |
| 2,2–3,3 | P | P | P | P | P | P | H | H | H | H |
Gültig für 4–8 Decks, Dealer steht bei Soft 17, Verdoppeln nach Teilen erlaubt. Bei Einzeldeck-Varianten oder „Dealer zieht bei Soft 17" verschieben sich einige Felder leicht – die Grundzüge bleiben gleich.
So lesen Sie die Tabelle am Tisch
- Ihre Hand einordnen. Halten Sie ein Paar? Dann zuerst die Paar-Tabelle. Ein Ass, das als 11 zählen kann, ohne zu überkaufen? Dann die Soft-Tabelle. Sonst die Tabelle für harte Hände.
- Dealerkarte suchen. Gehen Sie in der Kopfzeile zur offenen Karte des Dealers (2 bis Ass).
- Zelle ablesen. Der Buchstabe im Schnittpunkt ist Ihre Aktion: S, H, D oder P.
- Verdoppeln nicht möglich? Steht dort ein „D", Sie dürfen aber nicht mehr verdoppeln (etwa nach dem ersten Zug), dann ziehen Sie stattdessen eine Karte.
Blackjack-Varianten und ihre Tabellen
Classic / European Blackjack
Bei European Blackjack erhält der Dealer seine zweite Karte erst, nachdem Sie gespielt haben („No Hole Card"). Das ändert vor allem das Verdoppeln und Teilen gegen ein Dealer-Ass oder eine Zehn – hier lohnt sich etwas mehr Vorsicht. Bei der amerikanischen Variante mit Hole Card gilt die Tabelle oben unverändert.
Atlantic City & Single Deck
Atlantic-City-Regeln (Aufgeben/Surrender erlaubt, Verdoppeln nach Teilen) sind besonders spielerfreundlich. Single-Deck-Blackjack senkt den Hausvorteil zusätzlich, wird aber oft durch schlechtere Auszahlungen (6:5 statt 3:2 für einen Blackjack) ausgeglichen – achten Sie am Tisch immer auf die 3:2-Auszahlung.
Vorteile und Grenzen der Strategie
Was die Tabelle bringt
- Senkt den Hausvorteil von rund 2 % auf etwa 0,5 %
- Nimmt jede Rate-Entscheidung aus dem Spiel
- Legal und an jedem Tisch erlaubt – auch als Ausdruck
Was sie nicht kann
- Keine Gewinngarantie für die einzelne Hand
- Verwandelt den Nachteil nicht in einen Vorteil
- Ersetzt kein Bankroll- und Limit-Management
Und Kartenzählen?
Kartenzählen kann den Hausvorteil rechnerisch drehen, funktioniert online aber praktisch nicht: Die Software mischt nach nahezu jeder Runde neu, und im Live Casino greifen mehrere Decks plus regelmäßiges Nachmischen. Für Online-Blackjack ist die Basisstrategie deshalb das einzige realistische Werkzeug – und sie reicht, um deutlich besser abzuschneiden als die meisten Gelegenheitsspieler.
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Häufig gestellte Fragen
Soll ich immer nach der Blackjack-Tabelle spielen?
Senkt die Basisstrategie den Hausvorteil wirklich?
Was ist der Unterschied zwischen harten und weichen Händen?
Kann ich mit der Tabelle den Dealer immer schlagen?
Gilt die Tabelle auch im Live Casino?
Wo kann ich Blackjack kostenlos üben?
Dieser Ratgeber dient der Information und ist keine Aufforderung zum Glücksspiel. Glücksspiel kann süchtig machen – spielen Sie verantwortungsvoll und nur ab 18 Jahren. Hilfe: spielsuchthilfe.at (0800 202 304).
